Prozessbasiertes Coaching.
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Wer ein Problem lösen möchte, muss zunächst verstehen, auf welcher Ebene es tatsächlich wirksam wird. In der Praxis zeigt sich häufig: Menschen versuchen emotionale Themen mit rein kognitiven Strategien zu lösen, Beziehungskonflikte ausschließlich sachlich zu klären oder körperliche Warnsignale durch noch mehr Analyse zu übergehen. Trotz hoher Anstrengung entsteht dabei oft Stillstand.
Prozessbasiertes Coaching arbeitet bewusst mit dem Wechsel zwischen verschiedenen Erfahrungsebenen. Methodisch stützt es sich unter anderem auf die Prozessarbeit nach Arnold Mindell, Erkenntnisse der Körperpsychologie (Peter Levine, Bessel van der Kolk), die Logischen Ebenen nach Robert Dilts sowie Elemente der Gestalttherapie. Im Zentrum steht die Annahme, dass sich im Erleben eines Problems häufig bereits Hinweise darauf zeigen, welche Veränderungen hilfreich sein könnten.
Diese Ebenen können unterschiedlich sein: die Inhaltsebene (Was ist das Thema?), die Beziehungsebene (Wie verändert sich das Miteinander?), die emotionale Ebene (Was wird gefühlt, aber nicht ausgesprochen?), die Körperebene (Welche Signale zeigt der Körper?) oder die systemische Ebene (Welche Rolle spielt das Umfeld?). Ein gezielter Ebenenwechsel – manchmal durch eine Frage, manchmal durch eine körperbezogene Übung – kann neue Bewegung und Perspektiven im Prozess ermöglichen.
Diese Form des Coachings setzt ein hohes Maß an Präsenz, Wahrnehmungsfähigkeit und Prozesssensibilität voraus. Besonders geeignet ist sie für Situationen, in denen rein gesprächsbasierte Ansätze nicht ausreichen oder Klient:innen das Gefühl haben, sich trotz intensiver Reflexion im Kreis zu drehen.