top of page

Systemische
Fragetechniken.

+

Veränderung beginnt oft mit der richtigen Frage, nicht mit vorschnellen Antworten. Systemische Fragetechniken sind ein zentrales Werkzeug des lösungs- und ressourcenorientierten Arbeitens. Sie richten den Fokus nicht auf das Problem als isoliertes Ereignis, sondern auf die Beziehungen, Wechselwirkungen und Muster, in denen es eingebettet ist. Denn kein Mensch und kein Thema existiert im Vakuum. Wir sind immer Teil von Systemen. Von Familie, Team, Organisation oder Gesellschaft, und beeinflussen diese ebenso, wie wir von ihnen beeinflusst werden.

Die Wurzeln dieser Methode reichen zurück in die systemische Familientherapie (Mailänder Schule, Selvini Palazzoli), die Kommunikationstheorie von Gregory Bateson sowie die lösungsfokussierte Kurztherapie nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg. Was ursprünglich im therapeutischen Kontext entstand, hat sich heute auch im Coaching und in der Organisationsberatung etabliert.

Was systemische Fragen besonders macht: Gut eingesetzt fördern sie häufig Neugier, Reflexion und neue Sichtweisen. Eine Frage wie „Was würde Ihre Kollegin sagen, wenn Sie sie nach Ihrer größten Stärke in diesem Konflikt fragen würden?" eröffnet eine Außenperspektive, ohne dass eine dritte Person im Raum sein muss. Zirkuläre Fragen, hypothetische Fragen, Skalierungsfragen oder Ausnahmefragen, jede Technik hat ihren spezifischen Nutzen und ihren passenden Moment im Prozess.

Im Coaching setze ich systemische Fragetechniken ein, um festgefahrene Denkmuster zu lockern, neue Perspektiven sichtbar zu machen und Klient:innen in eine aktive Rolle des Entdeckens zu bringen, statt Lösungen von außen vorzugeben. Ziel ist es, Fragen zu stellen, die Reflexion vertiefen und Veränderungsprozesse in Bewegung bringen.

bottom of page